Freitag, 18. Mai 2012
lehre Versprechungen
Kurze Vorgeschichte:

Als ich 4 Jahre alt war, haben sich meine Eltern scheiden lassen. Alles lief recht friedlich ab.
Es war dieses klassische " am Wochenende kommt Papa und ihr macht was schönes "
Doch je mehr Jahre vergehen desto weniger wurden diese Wochenenden. Man muss hier wirklich deutlich sagen es gab keinen Streit und meine Mum hat mit ihm auch kein böses Verhältnis.
Es gab Jahre da habe ich mich echt bemüht den Kontakt zu halten. Ich habe bei Ihm ( er arbeitet bei einer Zeitung) zwei Praktika gemacht, habe regelmäßig den Kontakt gesucht, war an seinem Krankenbett als er seinen Herzinfarkt hatte und und und....
Aber mit der Zeit wird man Müde, wenn man feststellt das von der anderen Seite nichts kommt. Nur lehre Versprechungen...."wir sollten mal wieder "..."ja wenn du Urlaub hast dann"..." ich melde mich wieder ".....ich hasse das so sehr. Wir leben in der selben Stadt, unsere Nachbarn sind über drei Ecken mit ihm Verwand. Es gab Zeiten da hat es echt weh getan, wenn man aus dem Fenster schaut und da sitzt der leibliche Vater bei den Nachbarn auf dem Balkon. Wo ich dann denke: Hallo? Ich bin sein Sohn und du mein Vater. Interessiert es dich nicht was ich mache und ob es mir gut geht? Ich kann das nicht verstehen wie man sich so verhalten kann und ich finde es auch sehr traurig weil der Kontakt zwischen Vater und Sohn eigentlich intensiv sein soll. Anstatt mir beispielsweiße zu meinem Ende der Ausbildung richtig zu gratulieren kommt noch am selben Tag ein Brief von Ihm der mir erläutert das er ab jetzt keinen Unterhalt mehr zahlen muss.
Ich kann mich ja nicht beschweren, mein "Stiefvater" ist toll, er macht alles und noch ein bisschen mehr. Aber man merkt eben doch in manchen Situationen das der nicht mein Vater ist. Manchmal denke ich, würde der leibliche Vater einen besser verstehen. Dieser Kontakt fehlt irgentwie aber ich habe auch nicht mehr die Kraft dafür irgentwas zu machen. Und ihn direkt drauf ansprechen...davor habe ich Angst. Vielleicht zerreisst das Band dann ganz und irgentwie will ich das auch nicht.

Und genauso ist es auch mit anderen Leuten die lehre Versprechungen machen. Egal ob die große Liebe die sagt "wenn wir beide etwas dafür tun müssen wir uns nicht aus den Augen verlieren" oder gewisse Freunde die sagen " hey an dem Wochenende machen wir was "....und dann kommt nichts.
Die große Liebe verliere ich grade aus den Augen und bei manchen Freunden ist es manchmal fast Glück das sie Zeit haben.

Manchmal möchte ich echt mal für ein halbes Jahr verschwinden und schauen wehm es überhaubt auffällt das ich nicht da bin.

Ich versuche wirklich für alle da zu sein aber die Leute die für mich da sind kann ich an einer Hand abzählen.

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lass los
Hör doch auf, um die Liebe Deines Vaters zu betteln. Manche Menschen haben es nicht verdienst und dann muß man damit abschließen. Lass Dich nicht so quälen.
Es kommt noch wunderbar im Leben, das schiebt sich von ganz allein.
LG

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Ich sehe das genauso wie nebenfrau:)

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Nur ist so etwas immer einfacher gesagt, als umgesetzt. Vor allem, wenn es um einen Teil der Familie geht.
Vielleicht würde es helfen, ihm mal richtig die Meinung zu sagen und die Tatsachen vor Augen zu führen.
Und irgendeinen Auslöser für sein Verhalten muss es ja auch geben, selbst wenn dieser möglicherweise nicht ganz nachvollziehbar ist. Aber wenn du weißt, warum er sich so verhält, könnt ihr vielleicht eine Lösung finden.
Klar würde die Initiative dann wieder von dir ausgehen, aber womöglich ist der Versuch es wert.

Auch wenn das jetzt einfach so dahingesagt klingen mag: Ich hoffe es wendet sich für dich zum Guten :)

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Dieses Gefühl kenne ich nur zu gut!
Meine Eltern sind auch getrennt. Er war seid 7 Jahren wieder in einer Beziehung. Meine 2. Familie sozusagen. Sie haben sich getrennt, er hat sich ohne ihr wissen als Bürgermeister beworben (Schnappsidee), Wahl verloren, hab erfahren das er oft trink, oft auch zu viel.. und seid dem ist der Kontakt schlecht, sehr schlecht. Und ich sage dir, es ist kein schönes Gefühl. Denn auch er wollte mit mir nicht darüber reden. Seitdem haben wir nicht telefoniert nur SMS. Und eigentlich sollten wir dafür kämpfen, doch es fällt schwer, sehr schwer.
Aber andererseits, es ist deine Familie dein Vater. Dafür sollte man kämpfen!

Ich hasse es übrigens auch immer diejenige zu sein die,die Initiative ergreift!

Viel Glück!
Liebe Grüße Juliane

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